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Stadtkirche "St. Wenceslai"

Adresse

Wenceslaikirchhof 2
04808 Wurzen
Telefon: 03425 90500
Telefax: 03425 905042
E-Mail: kg.wurzen@evlks.de
Website: http://www.kirchenmusik-wurzen.de

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Öffnungszeiten

Öffnungszeiten der Türmerwohnung in der Stadtkirche:
Ostersonntag bis Reformationstag
sonntags 13:00- 17:00 Uhr (letzter Aufstieg 16:30 Uhr)
feiertags auf Anfrage

Weitere Informationen

Die stadtbildprägende Pfarrkirche auf dem Sperlingsberg, wurde Mitte des 13. Jahrhunderts begründet und brannte 1499 vollständig nieder. Der Wiederaufbau begann 1513 durch den Bischof von Salhausen im spätgotischen Stil. 1637 brannte die Kirche völlig aus. Der Neuaufbau als dreischiffige Hallenkirche mit Holzdecke begann 1673 und wurde 1689 vollendet. Mit der Trennung des Kirchenschiffes vom Altarraum wurde 1999 eine neue Eule- Orgel eingeweiht. Der 52 Meter hohe Turm mit seiner barocken Haube von 1689 beherbergte bis 1911 die Türmerwohnung. Sie war sowohl Arbeitsplatz als auch Wohnsitz des städtischen Türmers, welcher für den Stundenschlag und den Feueralarm zuständig war. Sie ist seit 1997 für die Öffentlichkeit wieder zugänglich.

Geschichte der stadtbildprägenden Pfarrkirche St. Wenceslai Wurzen

Die Kirche St. Wenceslai liegt außerhalb der Stadtmauern der bürgerlichen Stadt, was für eine Stadtkirche in Deutschland sehr ungewöhnlich ist.

1275 - erstmals als Pfarrkirche des neuen marktes erwähnt (Vorstadtkirche); Kapelle mit Erweiterungen im 14. Jhd., Kopfrelief ist vielleicht Spolie aus hochgotischem Vorgängerbau

1340 - wurde die Kirche in das Domstift inkorporiert (Präbende St. Margarethe)

1499 - Stadtbrand

1513 - Aufbau unter Bischof Johann VI. von Salhausen als spätgotische dreischiffige vierjochige hallenkirche mit eingezogenem Chor. Der geplante Einbau eines Gewölbes in das Schiff kam über die Errichtung der Pfeiler nicht hinaus.

1539 - 12.09. Einsetzung eines evangelischen Predigers: Johannes Hoffmann

1542 - 11.04. Friedensvertrag von Oschatz: Dom wird evangelische Pfarrkirche, St. Wenceslai wird Nebenkirche

1637 - teilweise Zerstörung der Kirche während der Kreuz- und Marterwoche durch schwedische Truppen. Die Inneneinrichtung verbrannte.

1667-1673 - Wiederaufbau ohne Ostchordachreiter mit einer reichen barocken Inneneinrichtung. Der Chor erhielt wieder ein Gewölbe, das Schiff eine Kassettendecke; neue Bronzeglocke - Herold, Dresden (1812 zersprungen)

1678 - mittlere und kleine Bronzeglocke

1689 - barocke Turmhaube

1706 - Orgel

1716 - Bemalung

1719 - Südempore und Singechor

1873-1874 - Umbau im neugotischen Stil durch den Leipziger Architekten Hugo Altendorff (1843-1933). Die barocke Einrichtung wurde bis auf die Kassettendecke entfernt. ("ödeste Tischlergotik"); Stiftung des mittleren Glasfensters durch Akademischen Rat; 880 Sitzplätze; neue Orgel von Bernecke, Leipzig - taugte nichts;  25.10.1874 Kirchweihe

1889 - moderne Heizungs-und Beleuchtungsanlage

1903 - Einbau einer pneumatischen spätromantischen Jehmlich-Orgel

1911 - elektrische Glockenläuteanlage: Wegfall der städtischen Türmerstelle

1913 - Turmuhr (Schenkung von Stadtrat Gustav Lieder)

1917 - Abgabe von großer und kleiner Bronzeglocke

1919 - Einbau eines neuen Geläutes aus 3 Gußstahlglocken - Schilling & Lattermann, Apolda (Auftrag 1918, Guss Juli 1919, 31.07.1919 Aufzug)

1927 - Renovierung durch Architekten Emil Högg (1867-1954) und Richard Müller (1877-1930) sowie Maler Alexander Baranowsky (1874-1941) und Paul Zimmermann: neue Raumfassung, Aufhängung der Pfarrbilder, Neugestaltung des Altars mit Kruzifix und Predella mit Grablegung von Cranachschule

1942 - Abgabe der mittleren Bronzeglocke von 1678

1964 - Einbau von farbigen Bleiglasfenstern mit Szenen aus dem Alten und neuen Testament nach Entwürfen von Gerhard Schiffner, Meißen

 1975 - Schließung der Kirche wegen Schwammbefall; ein Teil der kassettendecke stürzte ab

1973-1989 - umfangreiche Sanierungsarbeiten am dach des Turmes, des Schiffes; Teilung der Kirche durch Einbau einer Trennwand zum Chor; Nutzung des Chores seit 1989 als Gottesdienstraum

1995-2006 - umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Fassade Turm, Schiff und Chor

1997 - 13.09. Wiedereinweihung der Türmerwohnung

1999 - Einbau einer Eule-Orgel im Chor

(Quelle: Ev.-Luth.Kirchgemeinde Wurzen, Stand 2018)

2019 - Im Jahr 2019 erhielt das Gotteshaus ein neues Klanggeläut.  Die Glockenweihe fand am 30. Juni auf dem Markt in Wurzen und im Dom zu Wurzen statt. Der Aufzug der drei neuen Glocken in den Wenceslai-Kirchturm erfolgte am 5. Juli 2019.  Am 1. September zum Weltfriedenstag erklangen sie erstmals in ihrem neuen Domizil.

 

 

 

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